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EUR/USD: Pips, Lots und Risiko im Backtest

Wie du EUR/USD liest, den Pipwert berechnest und Stop-Abstand und Positionsgröße verbindest. Ein Zahlenbeispiel und eine Methode zum Backtest-Vergleich.

Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Was EUR/USD bedeutet

EUR/USD gibt an, wie viele US-Dollar für einen Euro benötigt werden. EUR ist die Basiswährung, USD die Kurswährung. Ein hypothetischer Kurs von 1,1000 bedeutet daher, dass 1 Euro 1,10 Dollar entspricht. Steigt der Kurs auf 1,1020, hat der Euro gegenüber dem Dollar aufgewertet. Das beschreibt die Notierung und ist keine Handelsempfehlung.

Vom Kurs zu Pips

Bei EUR/USD entspricht ein Pip 0,0001. Die Bewegung von 1,1000 auf 1,1020 beträgt 20 Pips: die Kursdifferenz von 0,0020 geteilt durch 0,0001. Eine fünfte Dezimalstelle ist ein Bruchteil eines Pips und ändert diese Konvention nicht. Wer Pip und letzte Dezimalstelle verwechselt, kann die berechnete Positionsgröße um den Faktor zehn erhöhen.

Ein Pip misst die Bewegung. Um sie in Geld umzurechnen, brauchst du die gehandelte Menge und die Währung, in der du das Ergebnis liest. Im Standard-Forex-Modell entspricht ein Lot 100.000 Einheiten der Basiswährung. Bei EUR/USD gilt: 100.000 × 0,0001 = 10 USD pro Pip und Lot.

Ein Beispiel zur Positionsgröße

Betrachte einen hypothetischen Kontostand von 10.000 USD, ein Risikobudget von 1 % und einen Stop-Abstand von 20 Pips. Das Budget beträgt 100 USD. Ein Lot verliert bei dieser Bewegung vor Kosten 200 USD: 20 Pips × 10 USD. Die rechnerische Positionsgröße ist daher 100 ÷ 200 = 0,50 Lots, also 50.000 Euro als Basiswährung.

Dieses Beispiel enthält keine Kommissionen, Kurslücken oder Slippage. Zusätzliche Kosten erhöhen das Risiko pro Lot und verringern die Positionsgröße, die in das Budget passt. Bei einem EUR-Konto musst du den Pipwert von USD in EUR umrechnen; nur das Währungssymbol neben dem Ergebnis zu ändern, reicht nicht.

EUR/USD-Tests vergleichbar machen

Bevor du zwei Varianten derselben Strategie vergleichst, halte Zeitraum, Daten, Zeitrahmen, Kosten und Ausführungsregeln einheitlich. Notiere die Zeitzone, mit der du die Handelssitzungen definierst, und berücksichtige die Zeitumstellung: Ein uneindeutiger Zeitfilter kann andere Trades auswählen.

Wenn du Stop, Risiko und Einstiegsbedingungen gleichzeitig änderst, lässt sich das Ergebnis schwer einer einzelnen Entscheidung zuordnen. Definiere zuerst die Variante, führe den Test durch und vergleiche neben dem Endsaldo auch Drawdown, Trade-Anzahl und Ergebnisverteilung.

Drei Prüfungen vor der Nutzung des Ergebnisses

  • Bestätige, dass der Broker die in der Berechnung angenommene Kontraktgröße und Mindestschrittweite verwendet.
  • Prüfe, ob Spread und Kommissionen bereits in den Preisen enthalten sind oder ergänzt werden müssen, ohne sie doppelt zu zählen.
  • Trenne das Risiko am Stop von der erforderlichen Margin: Die Positionsgröße belegt nicht, dass das Konto ausreichend Margin hat.

Mit dem Lot Calculator kannst du diese Berechnung mit anderem Kontostand, Stop und anderen Kosten wiederholen. Das Tool dient zur Prüfung der Annahmen; es garantiert weder die Ausführung zum Stop-Preis noch künftige Ergebnisse.